Deutschland und die Niederlande beenden ihre Solar-Einspeisevergütungen beide am 1. Januar 2027 — zwei unabhängige Entscheidungen, die auf dasselbe Datum fallen und dieselbe Schlussfolgerung nahelegen: Speichern, nicht verkaufen.
Das deutsche Bundeskabinett hat die Abschaffung der Einspeisevergütung für neue Photovoltaikanlagen bis 25 kW mit Wirkung zum 1. Januar 2027 genehmigt. Am selben Datum tritt die seit langem angekündigte Abschaffung der Net-Metering-Regelung (Salderen) in den Niederlanden in Kraft. Für Haushalte in beiden Märkten ist die Botschaft identisch: Strom, den Sie ins Netz einspeisen, wird nicht mehr der Geldbringer sein, der er einmal war.
Dies ist in keinem der beiden Länder eine Überraschung. Die Niederlande haben das Salderen seit 2025 schrittweise abgebaut, und die deutsche Reform wird seit mehr als einem Jahr konsultiert. Neu ist, dass beide auf denselben Tag fallen — was das letzte Argument entkräftet, dass „mein Land anders ist“.
Der praktische Wandel verlagert sich von Einspeisevergütung zu Eigenverbrauch. Ein Haushalt, der derzeit eine Anlage dimensioniert, um Überschuss einzuspeisen, sollte stattdessen einen Speicher dimensionieren, um diesen Überschuss aufzufangen und abends zu nutzen, wenn Strom am teuersten ist. Die Wirtschaftlichkeit verschiebt sich von „Wie viel kann ich verkaufen?“ zu „Wie viel kann ich vermeiden zu kaufen?“
Für Käufer, die in diesem Jahr entscheiden, ist der Zeitpunkt entscheidend. Anlagen, die vor dem 1. Januar 2027 installiert und registriert werden, behalten ihre aktuellen Einspeisebedingungen (in Deutschland sind bestehende Anlagen unter 25 kW von der Abschaffung nicht rückwirkend betroffen). Das Salderen in den Niederlanden wird bereits jedes Jahr reduziert, sodass ein Aufschieben den Vorteil weiter verringert.
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